06.10.2005
Zweitmarkt geschlossene Fonds: Günstiges Umfeld für Verkäufer
Hamburg (ots) - Der Jahresumsatz am Zweitmarkt der Fondsbörse
Deutschland hat erstmals die Grenze von 30 Millionen Euro
übersprungen. Bis Ende September wurden in Hamburg geschlossene Fonds
aus zweiter Hand im Wert von nominal rund 30,7 Millionen Euro
gehandelt. Zum Ende des dritten Quartals übertrifft das
Handelsvolumen damit den Umsatz des vergleichbaren Vorjahreszeitraums
um mehr als 114 Prozent.
Durchschnittskurs erstmals über 100 Prozent des Nominalkapitals
Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland
Beteiligungsmakler AG, die für die Vermittlung der Fonds zuständig
ist, sagt: "Der Zweitmarkt für geschlossene Fonds boomt. Die Umsätze
steigen stetig. Doch aus Sicht eines Anlegers zählt nicht nur, dass
er seine Fondsanteile verkaufen kann, sondern auch, zu welchem Kurs
ihm das möglich ist." Für Verkäufer daher besonders erfreulich: Das
durchschnittliche Kursniveau an der Fondsbörse Deutschland lag im
August bei 101,9 Prozent des Nominalkapitals. Wer seine gebrauchte
Beteiligung in diesem Monat verkauft hat, erhielt im Durchschnitt
mehr als 100 Prozent seiner Einlagesumme - zuzüglich bereits
vereinnahmter Kapitalrückflüsse und Gewinnausschüttungen. Im
September sank der Durchschnittskurs zwar wieder auf knapp 73 Prozent
des Nominalkapitals. Doch der Trend weist seit Jahresanfang 2005
eindeutig nach oben.
Vor allem deutsche und US-Immobilien auf der Käufer-Wunschliste
Stark nachgefragt von privaten wie institutionellen Investoren
sind derzeit deutsche und US-amerikanische Immobilien aus zweiter
Hand. Ein Beispiel: Im Juni 2005 war eine Beteiligung von nominell
380.000 Euro einem Interessenten rund 847.400 Euro wert, also 223
Prozent der Einlagesumme. Beim Objekt der Begierde handelte es sich
um den Immobilienfonds RWI 47 "Einkaufszentrum Bochum/Ruhrpark", 1978
aufgelegt vom mittlerweile in der WestFonds
Immobilien-Anlagegesellschaft aufgegangenen Initiator RWI. Aktuelle
Kaufgesuche in Millionenhöhe liegen der Fondsbörse Deutschland
Beteiligungsmakler AG für diverse US-Immobilienfonds vor. Unter
anderem für den DB Real Estate Town Manhattan von 1997 und den Falk
US Property Income Fund von 1999.
Premium-Segment maßgeblich für positive Kursentwicklung
Motor der Aufwärtsentwicklung ist das Premium-Segment an der
Fondsbörse Deutschland, in dem Fonds ausgewählter Initiatoren
gehandelt werden. Insbesondere die anhaltende Nachfrage nach
gebrauchten Schiffsbeteiligungen sorgt hier für Kurse auf hohem
Niveau. Dazu Gadeberg: "Mit der Einführung des Premium-Segments ist
es gelungen, den Zweitmarkt insbesondere für das boomende
Schiffsfonds-Segment für die Anleger aufzubrechen. Die positive
Kursentwicklung zeigt die weit reichende Akzeptanz des
Zweitmarktmodells der Fondsbörse Deutschland durch Anleger und
Markt."
Einfacher Verkauf durch Bietverfahren
Auch die hohe Transparenz der gehandelten Fonds und das
Bietverfahren unterstützen die rege Handelstätigkeit.
Verkaufsaufträge schickt die Deutsche Fondsbörse Beteiligungsmakler
AG per E-Mail an rund 1.900 institutionelle, professionelle und
andere potenzielle Käufer, die auf die angebotenen Anteile bieten.
Den Zuschlag erhält der Höchstbietende - voraussetzt er zahlt
zumindest den geforderten Preis. "Seit Einführung des Bietverfahrens
stellen wir fest, dass eingehende Verkaufsorders zunehmend taggleich,
in jedem Fall aber deutlich kurzfristiger als zuvor zu den
gewünschten Verkaufskursen oder höher vermittelt werden können",
erläutert Gadeberg.
Info: Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG betreut
seit Anfang 2000 den Handel mit geschlossenen Fonds an der Fondsbörse
Deutschland. Die Beteiligungsmakler AG gehört zur Gruppe der BÖAG
Börsen AG Hamburg/Hannover, der Betreiberin der Plattform. Die
Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG handelt an der
Fondsbörse Deutschland geschlossene Fonds. Weitere Informationen zur
Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG finden Sie im Internet
unter www.zweitmarkt.de
Originaltext: Fondsbörse Deutschland
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Quelle: news aktuell