01.09.2005
Wirtschaft wünscht sich Porsche-Chef Wiedeking als Bundeskanzler
München/Sulzbach am Taunus (ots) -
57 Prozent der Führungskräfte würden ihn wählen /
BMW-Spitzenmanager Panke und Post-Vorstandschef Zumwinkel auf den
Plätzen zwei und drei / Kaum Vorbehalte gegen eine Frau im Kanzleramt
/ Deutschlands Manager glauben nicht an Abbau der Arbeitslosigkeit
Die Chefetagen der deutschen Wirtschaft wünschen sich den
Porsche-Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking als Bundeskanzler.
57 Prozent der Führungskräfte würden den Autoboss aus
Stuttgart-Zuffenhausen ins Kanzleramt wählen, wenn er sich am 18.
September zur Wahl stellen würde. Das ergab eine Umfrage der IIR
Deutschland GmbH unter 514 Führungskräften deutscher Unternehmen. Das
Institute for International Research (IIR), einer der weltweit
größten Anbieter von Wirtschaftsinformationen und beruflichen
Weiterbildungen, veranstaltet am 13. und 14. Dezember in München den
internationalen Kongress "Leaders in Europe". Zu dem Treffen werden
hochkarätige Referenten und rund 2.000 Teilnehmer aus den
Führungsetagen der Wirtschaft erwartet. Im Vorfeld dieser
Veranstaltung wurde die Befragung im August 2005 durchgeführt.
Panke und Zumwinkel schaffen die Fünf-Prozent-Hürde
In der Umfrage folgen mit weitem Abstand BMW-Lenker Helmut Panke
mit 6,2 Prozent und Post-Chef Klaus Zumwinkel mit 5,4 Prozent.
Immerhin noch 3,6 Prozent der Führungskräfte sehen Herbert Hainer vom
Sportartikelhersteller Adidas als geeignetsten Chef der Deutschland
AG. Lufthansa-Chefpilot Wolfgang Mayrhuber und der neue CEO von
Siemens, Klaus Kleinfeld, teilen sich den fünften Platz mit je 3,0
Prozent Sympathie. Keine große Anhängerschar haben Spitzenmanager wie
Kai-Uwe Ricke (Telekom), Hartmut Mehdorn (Bahn), Werner Wenning
(Bayer), Wulf Bernotat (E.ON) und Ulrich Lehner (Henkel). Sie blieben
alle unter einem Prozent Zustimmung. Auch Josef Ackermann von der
Deutschen Bank hätte mit 1,8 Prozent keine Chancen, ins Kanzleramt
einzuziehen.
Unter den weiblichen Führungskräften ist ebenfalls Wiedeking der
Favorit, er hat mit 33,9 Prozent aber nicht ganz so viel Zustimmung
wie unter den Männern. Helmut Panke von BMW kommt bei den Frauen mit
9,7 Prozent ebenfalls auf Platz zwei, den dritten Rang teilen sich
Michael Diekmann von der Allianz und Jürgen Hambrecht vom
Chemiekonzern BASF mit jeweils 8,0 Prozent.
Große Mehrheit begrüßt erste Kandidatur einer Frau
Obwohl in den Vorständen der 30 größten deutschen Unternehmen
(Dax-Werte) nur eine Frau vertreten ist, hätten viele deutsche
Manager kein Problem mit einer Bundeskanzlerin. 86 Prozent der
Führungskräfte glauben, eine Frau wie die Unionskandidatin Angela
Merkel könne die Probleme in Deutschland genauso gut lösen wie ein
Mann. 4,5 Prozent der befragten Wirtschaftslenker sind sogar der
Überzeugung, dass eine Frau im Kanzleramt die Probleme besser
anpacken kann als ein Mann. Die Gruppe der Skeptiker ist relativ
klein: Nur 7,7 Prozent befürchten, dass eine Bundeskanzlerin die
deutschen Standortprobleme nicht so gut meistern würde wie ihre
männlichen Vorgänger.
Deutschland bleibt Jobwüste
Wenig Hoffnung machen sich die Führungskräfte im Hinblick auf die
Reform des Arbeitsmarkts nach der Bundestagswahl. Fast die Hälfte der
Befragten (47,9 Prozent) ist sich sicher, dass die Arbeitslosigkeit
in den kommenden Jahren unverändert hoch bleiben wird. Jeder Dritte
(29,5 Prozent) glaubt sogar, die Job-Misere wird sich weiter
verschärfen. Die Optimisten sind hier deutlich in der Minderzahl:
Weniger als jeder Vierte (22,7 Prozent) ist zuversichtlich, dass die
Arbeitslosigkeit in den nächsten Jahren wieder sinken wird.
Originaltext: IIR Deutschlannd GmbH
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