10.08.2005
Fr.Templeton: Die Entwicklung der weltweiten Märkte
Köln, den 10.08.2005 (Investmentfonds.de) - Diese Woche
gab es eine weltweite Marktkonsolidierung.
Obwohl die meisten Regionen positive Konjunkturnachrichten
meldeten, prägten vor allem die
wegen der steigenden Ölpreise gemischt ausgefallenen
Unternehmensergebnisse die Entwicklung.
Trotz der Verluste bei einigen der großen Indizes
der Welt schloss der MSCI World Index die Woche
mit einem sehr geringen Verlust von 0,02%. Yen
und US-Dollar gerieten diese Woche unter Druck.
Grund waren die politische Unsicherheit in Japan
bzw. die überraschend gut ausgefallenen Nachrichten
aus Europa. Vor diesem Hintergrund ist es weniger
wahrscheinlich, dass die EZB die Zinsen
senkt, auch wenn die Bank of England eine Zinssenkung
ankündigte. Dies führte dazu, dass der
Major Currencies Dollar Index des Federal Reserve
0,96% verlor. Dank guter Ertragsmeldungen konnten
die japanischen Märkte zunächst kräftig zulegen.
Dann verloren sie jedoch an Boden, als die Bedenken
hinsichtlich der Verabschiedung des Postreformgesetzes
durch das Oberhaus zunahmen. Die
Verschiebung der Abstimmung über das Postreformgesetz
ließ Zweifel an der politischen Stabilität
aufkommen. Der Nikkei 225 Average verlor diese
Woche 1,12%. An den südkoreanischen Märkten
gab es nach der jüngsten kräftigen Rally, die den
Energiepreisen und dem starken Won zu verdanken
war, Gewinnmitnahmen. Der Kospi verlor diese Woche
1,97%. In Hongkong erzielte der Hang Seng
Index zwischenzeitlich Höchststände, die seit mehreren
Jahren nicht mehr verzeichnet wurden. Diese
Gewinne gab er jedoch wieder ab, um 1,14% höher
zu schließen.
Mit Ausnahme Großbritanniens verzeichneten die
meisten großen europäischen Märkte diese Woche
Rückgänge. Maßgebliche Faktoren waren die Ertragsmeldungen
und die Aufwertung des Euro. Im
Vordergrund standen die Ergebnisse von Finanzkonzernen
wie Munich Re, Société Générale und
Allied Irish Bank. Was M&A angeht, so kündigte
Adidas die Übernahme von Reebok an. Die Bank of
England (BOE) senkte den Repo-Zinssatz zur Förderung
des Wirtschaftswachstums um 25 Basispunkte
auf 4,5%. Diese Maßnahme folgte auf die kürzlich
erfolgte Senkung des Riksbank-Zinssatzes in Schweden.
Der FTSE Eurotop 100 gab diese Woche 0,59%
nach, während in London der FTSE 100 0,61% zulegte.
Die großen US-Märkte schlossen diese Woche mit
roten Zahlen. Obwohl die Konjunkturnachrichten positiv
ausfielen, stand die Besorgnis wegen der Ölpreise
und Zinsentwicklung im Vordergrund. Die Ertragsmeldungen
entsprachen nach wie vor weitgehend
den Erwartungen. Die Produktions- und Beschäftigtenzahlen
fielen dagegen besser aus als erwartet. In
den USA stieg die Beschäftigtenzahl außerhalb der
Landwirtschaft im Juli um 207.000 Personen, und die
Juni-Zahlen wurden nach oben korrigiert. Die Arbeitslosenquote
blieb unverändert. Diese Woche fiel der
Dow Jones um 0,78%, während der S&P500 und der
Nasdaq 0,63% bzw. 0,32% nachgaben. Nachdem
sich die Berichtssaison nun ihrem Ende nähert, werden
die Anleger vor allem die nächste Woche anstehende
Sitzung des Federal Reserve mit Spannung
erwarten.
Quelle: Investmentfonds.de