01.08.2005
ADIG: Freundlicher Trend - Marktausblick KW31
Köln, den 01.08.2005 (Investmentfonds.de) - In der laufenden Woche werden zum
einen Unternehmensdaten und zum anderen wichtige Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten
die Aktienmärkte bewegen. Während die Berichts-Saison in den USA vergangene Woche
ihren Höhepunkt erreichte und nun abflacht, knüpft die Berichts-Saison in Europa
an die Intensität der Vorwoche an. In den USA berichten etwa Time Warner, Viacom
und Qwest Communications. Europa sieht den Berichten von ABN Amro, HSBC, Metro,
Singulus, Adidas-Salomon, BASF, BMW, HBOS, Clariant, UBS und Allianz entgegen.
Bei den Konjunkturdaten rückt zu Wochenbeginn in den USA der ISM für das verar-
beitende Gewerbe, der weltweit bedeutendste Frühindikator, in den Blickpunkt. "Wir
gehen von einer leichten Verbesserung gegenüber dem Vormonat aus", sagt COMINVEST-
Fondsmanager Klaus Breil. Ebenfalls moderate Zuwächse erwartet COMINVEST bei den
Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, UK und Euroland. In UK steht eine Zinsent-
scheidung der Bank of England an. Während die Mehrzahl der Analysten von einer
Zinssenkung ausgeht, rechnen wir mit unveränderten Zinsen, da sich die Wirtschafts-
aussichten global gesehen verbessern und der Immobilienmarkt in UK durch eine
Zinssenkung erneut stimuliert würde. "Zum Wochenschluss könnte in den USA ein
freundlicher Arbeitsmarktbericht positive Signale senden", so US-Experte Breil.
"Allerdings ist zu beachten, dass der betrachtete Zeitraum diesmal nicht bei
ca. 5, sondern nur bei 4 Wochen liegt. Somit erwarten wir im Vergleich zum Konsens
schwächere Zahlen." In Europa werden am Freitag noch Zahlen zur Industrieproduktion
in Deutschland und UK veröffentlicht. Insgesamt geht COMINVEST davon aus, dass die
Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten den freundlichen Trend der letzten Wochen be-
stätigen.
In Japan rücken nicht so sehr Wirtschaftsdaten, sondern vorrangig politische
Ereignisse in den Fokus der Anleger. Frühestens am Freitag (5.8.05), spätestens
aber am 10.08.05, könnte die Abstimmung im Oberhaus bezüglich der Privatisierung
der Post anstehen. Wir beziffern das Risiko auf etwa 50%, dass keine Mehrheit
erzielt werden kann. Sollte dieser Fall eintreten, wird das Unterhaus mit großer
Wahrscheinlichkeit aufgelöst und es werden Neuwahlen für September anberaumt.
Somit unterliegen die japanischen Märkte derzeit einer politischen Unsicherheit.
Als latenter Belastungsfaktor für die Weltaktienmärkte erweist sich weiter der hohe
Ölpreis. Zu Beginn dieser Woche kletterte der Preis für Brent-Öl auf über 60 Dollar,
nachdem die Nachricht über den Tod des saudischen Königs Fahd den Markt verunsicherte.
Die Rentenmärkte werden in der laufenden Woche vor allem von US-Daten beeinflusst
werden. Am Montag wird der US-amerikanische ISM-Index veröffentlicht, der eine
weiter leicht anziehende Dynamik für die globale Industrie anzeigen sollte. Höhepunkt
zum Ende der Woche wird der US-Arbeitsmarktbericht sein. Die am Montag in Euroland
zur Veröffentlichung anstehenden Einkaufsmanager-Indizes erwarten wir freundlich,
dürften aber ebensowenig wie die EZB-Sitzung am Donnerstag, den Rentenmarkt nach-
haltig beeinflussen. In Summe ist daher mit einem leicht negativen Rentenmarkt zu
rechnen, der jedoch die Marke von 122,00 nicht unterschreiten sollte.
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Quelle: Investmentfonds.de