21.06.2005
DWS: Emerging Markets / High Yield weiterhin fest
Köln, den 21.06.2005 (Investmentfonds.de) - Mit einem Minus von 1 Prozent im
MSCI Asia Pacific ex Japan-Index haben sich die asiatischen Aktienmärkte im Mai
zwar schwächer als Emerging Markets-Aktien allgemein, aber wiederum besser als
die breiten globalen Aktienindizes entwickelt. Erneute Spekulationen über eine
bevorstehende Neubewertung des chinesischen Renminbi (RMB) ließ das Interesse
an asiatischen Papieren gegen Monatsende steigen, so die Experten von DWS im
aktuellen Monatsbericht. Am besten schnitten die Börsen in Hongkong (plus 3,4
Prozent), Singapur (plus 0,2 Prozent) und China (minus 0,2 Prozent) ab. Alle drei
profitierten von dem Anlagethema verbundener oder gekoppelter Währungen. Ange-
sichts zunehmender Spekulationen über den Zeitpunkt der Renminbi-Neubewertung
kehrte sich der Kapitalabfluss aus Hongkong um, was den HIBOR-Index sinken und
die Stimmung im Immobiliensektor steigen ließ.
Die osteuropäischen Aktienbörsen schlossen im Plus, wobei Prag die schwächste Wert-
entwicklung zeigte. Die Börse in Budapest (plus 2,4 Prozent) wurde von der Rallye
der Pharmawerte Egis (plus 14,3 Prozent) und Richter (plus 12,6 Prozent) beflügelt.
Gefragt waren auch die Medientitel Agora (plus 17,4 Prozent) und TVN (plus 6,3
Prozent) sowie Banken (BPH plus 11,2 Prozent, PKO BP plus 7,6 Prozent).
Der russische Aktienmarkt wurde gestützt von der Nachricht, dass der Indexanbieter
MSCI die Gewichtung Russlands auf Kosten Polens, Ungarns und Tschechiens anheben
wird. Positiv ausgewirkt haben sich auch die verbesserten Aussichten für die
Minderheitsaktionäre von Gazprom (Kursgewinn 4,6 Prozent), nachdem eine Liberali-
sierung und der Fall des „Ring-Fence“ wieder sehr viel wahrscheinlicher geworden
sind.
Der Markt für Unternehmensanleihen wurde im Mai von General Motors und Gerüchten
über eine Schieflange bei Hedge Fonds beherrscht. Großen Anteil an der schwächeren
Entwicklung des Gesamtindex hatte insbesondere die Emission von Papieren mit
niedriger Kreditqualität. An der fundamental gesehen positiven und technisch gut
unterstützten Situation hat laut Meinung der Analysten grundsätzlich nichts geändert;
die Spreads (Spread ist der Risikoaufschlag gegenüber Staatsanleihen) erscheinen
angemessen zu sein.
Die Hochzinsmärkte haben sich im Mai stabilisiert. Während Emerging Markets-Renten
von der allgemeinen Spread-Ausweitung der vergangenen drei Monate nur marginal
betroffen waren, konnten sich die Corporate-Hochzinsmärkte teilweise von dem Ab-
verkauf zuvor erholen. Der stärkere US-Dollar, in dem viele Papiere notieren, zeigte
zusätzlich positive Wirkung. Bei dem aktuellen Spread-Niveau sei der Markt fair
bewertet, so die DWS-Experten abschliessend.
Quelle: Investmentfonds.de