13.06.2005
JPMFleming: Verunsicherung privater Anleger führt zu Investitionsstau
Köln, den 13.06.2005 (Investmentfonds.de) - Wie die aktuelle JPMorgan Asset
Management Investor Confidence-Studie zeigt, trübte sich die Stimmung der privaten
Investoren im Mai weiter ein. Der Anteil der Anleger, die eine positive Ent-
wicklung des deutschen Aktienmarktes für wahrscheinlich halten, sackte auf 36,1
Prozent – den niedrigsten Wert seit 12 Monaten. Parallel stieg der Anteil der-
jenigen, die keine explizite Meinung vertreten und die Entwicklung der Märkte
„neutral“ einstufen, von 35,4 auf rund 43 Prozent. Die Zahl der Pessimisten, die
eine positive Entwicklung für unwahrscheinlich halten, reduzierte sich dagegen
von 25,9 auf 20,7 Prozent.
„Die Studienergebnisse zeigen eine gewisse Unentschlossenheit der Anleger, was die
weitere Entwicklung der Märkte betrifft. Der niedrige Anteil der Optimisten gepaart
mit dem im Jahresvergleich höchsten Anteil an neutralen Einschätzungen unterstreicht
die zunehmende Verunsicherung der privaten Anleger,“ erläutert Boudewijn Hoogenraad,
Leiter Marketing und PR für Deutschland, Österreich und die Schweiz von JPMorgan
Asset Management. Die Fondsgesellschaft ermittelt mit der Investor Confidence-Studie
monatlich in verschiedenen europäischen Ländern die Markteinschätzungen und Kaufab-
sichten privater Anleger.
JPMorgan Investor Confidence-Gesamtindex steigt wieder leicht an
Da weniger Befragte eine pessimistische Markteinschätzung abgaben, ging es für
den JPMorgan Asset Management Investor Confidence-Gesamtindex, der sich aus den
einzelnen Fragewerten bildet, wieder aufwärts. Nachdem dieser Index im April mit
1,3 auf ein Halbjahrestief gefallen war, liegt er im Mai bei 1,7. Insbesondere
die weiblichen Befragten sorgten für diesen positiven Trend: Lag der Wert hier im
April sogar im negativen Bereich (-0,1) so stieg der Wert im Mai auf 0,9. Bei
den Männern, die die Märkte traditionell positiver einschätzen, erhöhte sich der
Index nur leicht um 0,1 auf einen Wert von 2,2.
Unentschlossenheit wirkt sich negativ auf Kaufbereitschaft aus
Die Folgen der Investoren-Verunsicherung schlagen sich in einem Stau der geplanten
Investitionen nieder. Nachdem sich die Befragten im April recht kauflustig zeigten,
war davon im Mai nicht mehr viel zu spüren: statt 45,9 Prozent gaben nun nur noch
41,6 Prozent an, in den nächsten 12 Monaten investieren zu wollen. Dagegen zeigte
sich im Mai mehr als die Hälfte der Anleger kaufunwillig (51,1 Prozent nach 46,9
Prozent im April).
Zwar werden Fonds immer noch als beliebteste Anlageform benannt, der Vorsprung zum
zweitplatzierten Sparbuch hat sich jedoch von 12,3 Prozent im April auf 0,7 Prozent
im Mai verringert. Boudewijn Hoogenraad erläutert dazu: „Die Unsicherheit der Anleger
lässt sie stärker auf die klassischste aller Investmentformen – das Sparbuch –
zurückgreifen. Dass Fonds weiterhin vorn liegen zeigt jedoch, dass die privaten
Investoren diese Anlageform inzwischen als zuverlässig und beständig kennen und
schätzen.“ Bei der Anlageform zeigen sich die weiblichen Befragten wiederum konser-
vativer. Im Vergleich zu den Männern (28,5 Prozent) planen lediglich 16,7 Prozent
ein Investment in Fonds.
Anlegerstimmung in Frankreich und Großbritannien ebenfalls getrübt
Bei der JPMorgan Asset Management Investor Confidence-Befragung in Frankreich ließ
sich im Mai ein ähnlicher Trend wie in Deutschland beobachten: die Anzahl der
Optimisten sank drastisch (30,3 Prozent nach 39,6 Prozent im April), der Anteil
derjenigen, die die Entwicklung der Märkte als „neutral“ einschätzen stieg auf fast
50 Prozent an. Zusätzlich vergrößerte hier der Anteil der Pessimisten auf 20,5
Prozent.
In Großbritannien trübte sich die Stimmung ebenfalls weiter ein, wenn auch weniger
dramatisch. Von einer positiven Marktentwicklung gehen hier 32 Prozent aus (33
Prozent im Vormonat), eine negative Markteinschätzung gaben 22 Prozent an (Vormonat
18 Prozent).
Quelle: Investmentfonds.de