31.05.2005
Keine Rentenerhöhung im Jahr 2005
Berlin (ots) - Einmal im Jahr geht es für die Rentner ums Geld,
denn jeweils zum Juli finden die Rentenanpassungen statt. In welchem
Umfang sich die Höhe der Rente verändert, muss die Bundesregierung
bestimmen, indem sie den so genannten aktuellen Rentenwert festlegt.
Das ist der Betrag, der einer monatlichen Rente aus Beiträgen eines
Durchschnittsverdieners für ein Jahr entspricht, also einem Verdienst
von rund 29.000 Euro in den alten und 24.500 Euro in den neuen
Bundesländern. Diese Berechnung ist gesetzlich vorgeschrieben. Wie
hoch der Rentenwert dieses Jahr ist und was das für die Rentner
bedeutet, weiß Ulrich Theil, stellvertretender Pressesprecher der
Bundesversicherungsanstalt für Angestellte:
O-Ton 20 sec "Im Vergleich zum Vorjahr hat er sich nicht geändert.
Der aktuelle Rentenwert beträgt ab Juli weiterhin im Westen 26,13
Euro monatlich, und im Osten 22,97. Das heißt, in diesem Jahr gibt es
keine Rentenerhöhung."
Ein Grund dafür ist, dass sich die Löhne und Gehälter im
vergangenen Jahr in Deutschland nur sehr gering erhöht haben, denn
die Renten folgen der Lohnentwicklung. Ein weiterer Grund ist der
neue Nachhaltigkeitsfaktor:
O-Ton 20 sec "Erstmals wirkt sich auch der so genannte
Nachhaltigkeitsfaktor aus. Mit diesem wird das sich zunehmend
verschlechternde Verhältnis von Rentnern zu aktiven Beitragszahlern
berücksichtigt. Und dieser Nachhaltigkeitsfaktor wirkt sich dämpfend
auf Rentenanpassungen aus."
Hinzu kommt, dass die Beschäftigten im vergangenen Jahr
Mehrbelastungen für ihre private Altersvorsorge aufbringen mussten.
Dadurch war keine Anpassung der Renten möglich. Für die Rentner
bedeutet das: Die Bruttorenten bleiben unverändert, die Nettorenten,
also das, was ausbezahlt wird, können sich individuell ändern, je
nachdem, wie sich der Beitragssatz der Krankenkasse des Rentners
entwickelt:
O-Ton. 26 sec "Alle Rentner müssen ab Juli einen um 0,9 Prozent
erhöhten Krankenversicherungsbeitrag zahlen. Im Gegenzug sind die
Krankenkassen zwar verpflichtet, ihre Beiträge wiederum um 0,9
Prozent zu senken, aber der Rentner bleibt im Endeffekt wegen der
Beteiligung der Rentenversicherungsträger an der Krankenversicherung
mit 0,45 Prozent der Rente belastet."
Wer wissen möchte, was der Rentenwert und die Erhöhung des
Krankenversicherungsbeitrags für ihn ganz persönlich bedeutet, sollte
sich die Anpassungsmitteilungen genau anschauen. Diese werden für
Renten, die zu Anfang eines Monats gezahlt werden, in der Zeit vom 1.
bis 24. Juni, und für Renten, die zum Ende eines Monats gezahlt
werden, in der Zeit vom 1. bis 22. Juli durch den Rentenservice der
Deutschen Post verschickt. Alle nötigen Informationen bekommt man
aber auch in den Auskunfts- und Beratungsstellen der BfA oder aber am
kostenlosen Service-Telefon unter 0800-333 19 19.
ACHTUNG REDAKTIONEN
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Originaltext: BfA-Bundesvers.anstalt f. Angestellte
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Quelle: news aktuell