10.05.2005
DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke zu den Außenhandelszahlen vom März 2005: Exporte bleiben solider Pfeiler der Konjunktur
Berlin (ots) - Die deutsche Exportwirtschaft befindet sich weiter
auf einem stabilen Pfad. Zwar zeigen die heute vom Statistischen
Bundesamt ausgewiesenen Ausfuhrzahlen vom März nur eine leichte
Zunahme gegenüber dem Vorjahresmonat an; der aussagekräftigere
Dreimonatsvergleich weist aber stattliche 5,1 Prozent Zuwachs
gegenüber dem Vorjahr aus. Überraschend gut sind im ersten
Vierteljahr die Ausfuhren in die Eurozone gelaufen. Deren Zunahme um
7,1 Prozent spiegelt die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit deutscher
Produzenten gegenüber ihren Konkurrenten aus den Euroländern
eindrucksvoll wider. Deutsche Exporteure profitieren dabei
insbesondere von ersten Erfolgen bei Arbeitszeitflexibilisierungen an
hiesigen Standorten, von ihrer verbesserten Kostenstruktur infolge
von Auslandsinvestitionen sowie von stabilen Preisen im Inland. Zudem
laufen wichtige Exportmärkte wie die USA und China trotz hoher
Ölpreise weiterhin wirtschaftlich auf Hochtouren. Zwar dämpft der
seit längerem hohe Euro-Außenwert die Exporte in den Dollarraum, doch
ist der von vielen erwartete weitere Höhenflug des Euro bislang
ausgeblieben.
Alles in allem nähren die statistischen Daten die Hoffnung, dass
mit der positiven Ausfuhrentwicklung endlich auch die Binnenkräfte
der Konjunktur erwachen. Erste Anzeichen dafür liefern die unlängst
veröffentlichten Zahlen zum Auftragseingang in der Industrie: Die
Nachfrage nach Investitionsgütern aus dem Inland stiegen von Februar
auf März um beachtliche 3,7 Prozent, bei den Konsumgüterproduzenten
legten die Auftragseingänge aus dem Inland zum sechsten Mal in Folge
zu.
Originaltext: DIHK Dt. Industrie- und Handelskammertag
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Ute Brüssel
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Quelle: news aktuell