04.05.2005
Modernisierung des ukrainischen Energiesektors - Attraktive Investitionsmöglichkeiten und ein Sicherheitsfaktor für die EU
Kiew, Ukraine, und Frankfurt Am Main, Deutschland (ots/PRNewswire)
- Die europäische Integration der Ukraine nimmt neue Dimensionen an -
die Kooperation im Energiesektor. Nach den positiven Erfahrungen bei
der Zusammenarbeit mit den ukrainischen Stromexporteuren zieht Europa
nun ausgedehntere Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung
der Energieinfrastrukturen in Betracht. Kooperationen im
Energiebereich waren dann auch einige der Hauptpunkte an der
Konferenz "Ukraine's Business Potenzial: Europe's Emerging Tiger".
Diese fand am 28. April in Frankfurt unter dem Patronat von
PricewaterhouseCoopers und CFC Consulting statt.
Es werden jetzt grössere Investitionen benötigt, um die
Energieversorger und Verteilzentren der Ukraine auf die nächste Stufe
zu bringen. Dies wäre sowohl für Europa, als auch die Ukraine von
Vorteil. Und da Energie aus der Ukraine weiterhin für die Europäer
viel günstiger sein würde, als die eigene, könnten die Gewinne weit
über dem Durchschnitt zu liegen kommen.
Für die EU bedeutet die Modernisierung der Kraftwerke und
Stromnetze in der Ukraine mehr als nur eine gute
Investitionsmöglichkeit oder bloss ein weiterer Energieversorger.
Wenn man die Pläne zum Bau einer neuen Ölraffinerie in Brody mit in
Betracht zieht und darüber hinaus die kürzlichen Entwicklungen bei
der Odessa-Brody Ölpipeline, kann ein stabiler Energiesektor in der
Ukraine zu einem Sicherheitsfaktor für die EU werden.
Gemäss Alexander Rahr, Programmdirektor am Körber-Zentrum
Russland/GUS und Sprecher an der Konferenz, könnte die Nutzung der
Odessa-Brody Pipeline weiter im Westen eine bedeutende
Transitverbindung entstehen lassen. Er fügte an: "Sie könnte zu einer
wichtigen Pipeline für Westeuropa werden. Und obschon Deutschland
eine Energieallianz mit Russland eingegangen ist, kann die Ukraine in
diese Kooperation integriert werden."
Andriy Karpenko, Präsident des Ukrainian Gas Distribution Network
Konzerns, sprach über das weniger geopolitische, jedoch für
Investoren sehr interessante Thema des Erdgasvertriebes. Er hat
deutsche Firmen dazu eingeladen, das Potenzial in diesem Bereich zu
prüfen.
Er sagte: "Dieser Markt ist äusserst lukrativ mit einem jährlichen
Profit von durchschnittlich 25 - 30%. Aufgrund der sehr niedrigen
Durchdringung der Versorgungsnetzwerke in der Ukraine (ca. 50%,
verglichen mit 100% in Europa) öffnet sich da ein riesiger Markt für
viele Investoren im Energiebereich".
Sein Unternehmen kontrolliert rund 25% der Gasversorgung in der
Ukraine (in 8 von 25 Regionen). Karpenko lud deutsche Unternehmen
dazu ein, zusammen Projekte für die Erstellung von Gaspipelines und
Erdgastankstellen für Autos zu prüfen. Gemäss Karpenko liegt die
Amortisationsdauer von Erdgastankstellen bei 2 - 2,5 Jahren.
Prof. Dr. Bohdan Hawrylyshyn, Vorsitzender des Beirats der
führenden ukrainischen Expertenkommission, International Center for
Policy Studies, sieht eine weitere interessante Richtung für den
Energiesektor. Er betont den grossen Bedarf an Technologien für
Energieeinsparungen und meinte: "Die Ukraine verbraucht dreimal mehr
Energieeinheiten zur Produktion einer BIP-Einheit als Deutschland.
Energie sparende Technologien, zusammen mit einer effizienten
Infrastruktur und energiebewussten Konstruktion, könnten damit ein
weiterer Punkt von gemeinsamen Interesse für deutsche Unternehmen im
ukrainischen Markt sein." Für weitere Informationen besuchen Sie
bitte http://cfc.com.ua/conference/
Originaltext: cfc Consulting
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Lilli Jundt-Becker (Frankfurt), +49-0-699-585-6568 oder
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Quelle: news aktuell