02.05.2005
ESPA: Aktien nach wie vor attraktiv bewertet
Köln, den 02.05.2005 (Investmentfonds.de) - Die ERSTE-SPARINVEST bleibt für die
Aktienmärkte optimistisch, aber vorsichtig. In Vorahnung auf das „Aprilwetter“ an
den internationalen Börsen hat die ERSTE-SPARINVEST schon Anfang des Monats die
Aktienquote in den von ihr gemanagten Fondsportfolios verringert.
„Fundamental sind Aktien nach wie vor attraktiv bewertet, die technische Lage mahnt
allerdings zur Vorsicht“, so der Leiter des Aktienfondsmanagements Harald Egger.
Eventuelle weitere Kursrückschläge vom jetzigen Niveau aus seien allerdings keine
Vorboten einer nachhaltigen Abwärtsbewegung sondern sollten Investoren willkommene
Kaufgelegenheiten bieten.
Der Kursverlauf an den internationalen Aktienmärkten war im 1. Quartal 2005 ge-
mischt: Während etwa die großen Märkte DAX, Dow Jones, Nikkei oder Eurostoxx mehr
oder weniger in ihrer Ausgangsstellung verharrten, konnten die Randbörsen eine
weitaus positivere Entwicklung an den Tag legen. Unter den Gewinnern stechen be-
sonders die Börsen Osteuropas, Asiens und der heimische Aktienmarkt hervor.
Schwächster Markt waren die US-Börsen. Nach der starken Entwicklung der Rohstoff-
preise und der Erwartung weiterer Zinserhöhungen in den USA nutzten die Investoren
in den letzten Wochen die Gelegenheit, um Gewinne mitzunehmen und Risiko in den
Portfolios zu verringern. Am stärksten betroffen waren die Emerging-Markets-Börsen
und Technologieaktien.
Signale für das zweite Quartal
An der tendenziell positiven Einschätzung der Aktien hat sich im Ausblick der ERSTE-
SPARINVEST für das 2. Quartal nichts wesentliches geändert. In den Portfolios bleiben
Aktien übergewichtet, wenngleich der voll ausgeschöpfte Investitionsgrad im 1.
Quartal zuletzt auf ein mittleres Gewicht von 75 % reduziert wurde. Egger: „Ver-
glichen mit Anleihen weisen Aktien nach wie vor ein höheres Ertragspotenzial auf,
da sie attraktiver bewertet sind und sich die Anleihenrenditen im historischen Ver-
gleich immer noch auf einem tiefen Niveau befinden.“ Es gebe aber gewisse Warnsignale,
die auf eine tendenziell geringere Risikobereitschaft der Investoren in den nächsten
Monaten schließen lassen:
Auf globaler Ebene hat die Profitabilität der Unternehmen einen Höchststand erreicht.
Ein Abschwung ist im zweiten Halbjahr 2005 durchaus wahrscheinlich. Die globale Kon-
junktur dürfte sich auf eine Wachstumsrate zwischen 3,5 und 3,8 % abbremsen (nach 5 %
im Jahr 2004). Die maßvoll restriktive Geldpolitik in den USA wirkt belastend. Die
Historie zeigt, steigende Zinsen bedeuten ein schwieriges Umfeld für Aktien.
Quelle: Investmentfonds.de