27.04.2005
Markt für Risikokapital in den USA im ersten Quartal 2005 leicht rückläufig
Frankfurt am Main (ots) - Aktuelle Studie MoneyTree[TM] von PwC, Thomson Venture Economics und der National Venture Capital Association: Softwarebranche überflügelt Life Sciences-Bereich bei Investitionen In den Vereinigten Staaten haben Risikokapitalgeber im erstenQuartal 2005 4,6 Milliarden US-Dollar in 674 Unternehmen investiert.Im gleichen Vorjahreszeitraum hatten 618 Unternehmen 4,2 MilliardenUS-Dollar erhalten. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle AnalyseMoneyTree, die PricewaterhouseCoopers (PwC) gemeinsam mit ThomsonVenture Economics und der National Venture Capital Associationdurchgeführt hat. Der Markt für Erstrunden-Finanzierungen hat in denersten drei Monaten 2005 mit 1,2 Milliarden US-Dollar, die in 197Unternehmen flossen, ein Zwei-Jahres-Hoch erreicht. Investitionen inden Bereich Life Sciences (Biotechnologie und Medizintechnik) sinderstmals seit zwei Jahren rückläufig. Der ermittelte Gesamtwert für Risikokapital liegt zwar unter derKennzahl für das vierte Quartal 2004 von 5,4 Milliarden US-Dollar,ist jedoch deckungsgleich mit dem Investitionsniveau im drittenQuartal 2004. Die Ergebnisse für die ersten drei Monate 2005 liegendamit in der Bandbreite der Werte, die für die letzten acht Quartaleermittelt wurden; diese bewegten sich zwischen 4,4 Milliarden und 5,9Milliarden US-Dollar. Theo Weber, Venture Capital-Experte bei PwC, kennt das natürlicheAuf und Ab bei Investitionen. "Im ersten Quartal 2005 sprechen dieInvestitionen in eine Vielzahl von Branchen und in Unternehmen in denunterschiedlichsten Entwicklungsstadien für ein gesundesGleichgewicht zwischen kurz- und langfristigenInvestitionsmöglichkeiten. Die Abschwächung im Bereich Life Sciencesist das beste Beispiel dafür, dass die Wagniskapitalgeber daraufachten, einzelne Sektoren nicht übermäßig zu unterstützen". Deutlich höhere Investitionen in Early-Stage-Unternehmen zu erwarten Mark Heesen, Präsident der National Venture Capital Association:"Im Betrachtungszeitraum ist tatsächlich weniger Risikokapitalgeflossen. Die Investitionen bewegten sich aber in einer Bandbreitezwischen 4,0 Milliarden und 6,0 Milliarden US-Dollar. Das entsprichteinem vernünftigen, leistungsorientierten Investitionsgleichgewicht.Wir würden es durchaus begrüßen, wenn der Sektor für den Rest desJahres in dieser "reifen" Zone verbliebe. Investitionen von 20Milliarden bis 23 Milliarden US-Dollar im Gesamtjahr machen Sinn. Wirerwarten einen deutlichen Anstieg bei den Investitionen im frühenEntwicklungsstadium und rechnen damit, dass die Investoren dafür diekürzlich eingegangenen Mittelzuflüsse einsetzen werden". Erstrunden-Finanzierungsquote erreicht höchsten Wert seit 2000 Seit zwei Jahren sind vermehrt Erstrunden-Finanzierungen zubeobachten. In den ersten drei Monaten 2005 waren es bereits 1,2Milliarden US-Dollar. 2004 lag der Durchschnittswert bei 1,1Milliarden US-Dollar. Der Anteil der Anschubfinanzierungen amgesamten Risikokapital ist im ersten Quartal 2005 auf 26 Prozentgestiegen, im Vorjahr waren es noch 21 Prozent. Dies ist der höchsteWert seit dem Jahr 2000. Zurückzuführen ist dies auf die bunteMischung an Unternehmen, die erstmals Risikokapital erhalten haben. Later-Stage-Finanzierungen erreichen Zehn-Jahres-Hoch Zwischenfinanzierungen für Unternehmen in späterenEntwicklungsphasen (Later Stage) sind im ersten Quartal 2005 leichtauf 1,8 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Dieser Wert entsprichtnoch immer 40 Prozent der Gesamtinvestitionen, liegt auf dem Niveaudes vierten Quartals 2004 und stellt den höchsten Wert dervergangenen zehn Jahre dar. Für die mit dem vierten Quartal 2004endende Periode von zwölf Monaten betrug der durchschnittliche Wertder Unternehmen nach der Investition (Post-Money Valuation) 60,6Millionen US-Dollar. Für den Zeitraum bis zum Ende des drittenQuartals 2004 hatte der Durchschnittswert noch 70,2 MillionenUS-Dollar betragen. (Informationen zu Investitionen und zurPost-Money Valuation verzögern sich um ein Quartal). Nach Einschätzung von Adam Reinebach, Vice President von ThomsonVenture Economics, haben sich die Präferenzen der Investoren bei deneinzelnen Entwicklungsstadien im Verlauf des vergangenen Jahres nichtverschoben. "Bei vielen Unternehmen, die jetzt Wagniskapitalerhalten, liegt die erste Finanzierungsrunde in den Boomjahren. Siehaben die Durststrecke zwischen 2002 und 2003 überstanden. Wenn manbedenkt, dass der Wagniskapitalmarkt ein erfahrenes Management ebensohonoriert wie Exit-Konditionen, ist der anhaltende Trend zu LaterStage- und Expansion Stage-Transaktionen nicht weiter verwunderlich." Investitionen in Life Sciences-Sektor erreichen neuen Tiefstand Nach zweijähriger Dominanz hat die Life Sciences-Branche ihrenklaren Vorsprung verloren. Der Sektor konnte zwar noch immer 19Prozent aller Transaktionen und 23 Prozent der Gesamtsumme auf sichvereinigen. Die Wagniskapitalinvestitionen in diesem Bereich gingenjedoch deutlich auf 1,08 Milliarden US-Dollar zurück, in den letztendrei Monaten 2004 waren noch 1,6 Milliarden US-Dollar in die Branchegeflossen. Zwischen dem vierten Quartal 2004 und dem ersten Quartal2005 ist auch die Zahl der Unternehmen, die Wagniskapital erhielten,von 162 auf 129 zurückgegangen. Die Software-Industrie konnte im Berichtszeitraum ihrenSpitzenplatz als größte Einzelbranche verteidigen: 198 Unternehmenerhielten 1,1 Milliarden US-Dollar Risikokapital. Obwohl das imVergleich zum vierten Quartal 2004 einem leichten Rückgangentspricht, vereinigt die Branche damit dennoch 29 Prozent allerQuartalstransaktionen und 24 Prozent des gesamten Wagniskapitals undauf sich. Unter den Durchschnittswert der vergangenen zwei Jahre sindUnternehmen aus dem Bereich Telekommunikation gerutscht: 58 Firmenerhielten 371 Millionen US-Dollar. Einen leichten Aufwärtstrendvermerkt die Analyse hingegen im Bereich Netzwerktechnologie: 40Anbietern flossen 348 Millionen US-Dollar zu. Damit liegt die Branchejedoch unter dem Zweijahresdurchschnitt. Der Bereich IT-Services erhielt 302 Millionen US-DollarWagniskapital, der Löwenanteil entfällt dabei auf er Löwenanteilentfällt dabei auf eine einzelne Transaktion. Ein ähnliches Bildzeigt sich in den Bereichen Industrie und Energie. Beide Sektorendürften sich im kommenden Jahr wieder ihren historischen Normwertenannähern. Investitionen in andere wichtige Branchen entwickelten sichähnlich wie im vergangenen Jahr. Die aktuelle Untersuchung MoneyTreeTM Q1 2005 sowie allevorherigen Analysen finden Sie online unter: www.pwcmoneytree.com Für die Redaktion: PricewaterhouseCoopers (PwC) ist in Deutschland mit rund 8.200Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von rund einer Milliarde Euroeine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften. An 28Standorten arbeiten Experten für nationale und internationaleMandanten jeder Größe in den Bereichen Assurance (Wirtschaftsprüfungund prüfungsnahe Dienstleistungen), Tax (Steuerberatung) und Advisory(Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung). Durch eine hoheBranchenkompetenz und starke regionale Präsenz deckt PwC dieBedürfnisse der Mandanten aus Industrie, Dienstleistung undöffentlicher Hand optimal ab.Originaltext: PriceWaterhouseCoopers
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Quelle: news aktuell