26.04.2005
Wird die ukrainische Regierung die Erwartungen europäischer Investoren erfüllen?
Kiew, Ukraine und Frankfurt Am Main (ots/PRNewswire) - Das
jahrelang anhaltende Wirtschaftswachstum sowie der neue demokratische
Wandel in der Ukraine haben das Interesse internationaler Investoren
für das Land geweckt. Die Europäer sehen zwar noch lange nicht durch
die rosarote Brille auf ihre Nachbarn im Osten, aber sie suchen gern
das Gespräch mit Vertretern der ukrainischen Regierung auf der in
dieser Woche beginnenden Investitionskonferenz "Ukraine Business
Potential: Europe's Emerging Tiger" (Frankfurt/Main, 28. April).
Im Verlaufe der vergangenen 5 Jahre konnte die Ukraine ein
nachhaltiges BIP-Wachstum zwischen 6 und mehr als 12 Prozent jährlich
verzeichnen. Bei einem Exportwachstum um 40 Prozent, einem
Importwachstum um 30 Prozent und einem bei 35 Prozent liegenden
Grundkapitalzuwachs sowie einer sich verbessernden Stellung in der
internationalen Investitionsbewertung stellt das Land einen der
weltweit vielversprechendsten Investitionsstandorte dar.
Dr. Bohdan Hawrylyschyn, einer der Sprecher auf der Konferenz aus
der führenden ukrainischen Denkschmiede des Internationalen Zentrums
für Politikstudien und Berater des Vorsitzenden des ukrainischen
Parlaments, teilt die oben angeführte Meinung, auch wenn er
geringfügig verschiedene Ursachen für den Investitionsanreiz der
Ukraine zitiert: "Die Ukraine bietet nun wirklich gute Möglichkeiten
für lohnende Investitionen, nachdem der neue Präsident und seine
Regierung für Demokratie sorgen, das Gerichtswesen stärken und nicht
zuletzt mit ihren günstigen und gut ausgebildeten Ingenieuren,
Buchhaltern, Managern, wachsendem internationalen Markt und guter
Exportleistung."
Nach einer Prognose des EBRD wird das Wirtschaftswachstum der
Ukraine 2005 um 6,5 Prozent zunehmen. Der IMF sagt für dieses Jahr
ein Wachstum zwischen 5 und 6 Prozent voraus. Die
Investitionsfreundlichkeit des Landes wird ausserdem durch eine vor
kurzem erzielte Verbesserung seiner Stellung auf dem Index für
wirtschaftliche Freiheit der Heritage Foundation um 43 Punkte
begünstigt.
Auch wenn die Ukraine gegenwärtig stark im Blickpunkt der
Investoren steht, muss die ukrainische Regierung doch noch
Herausforderungen beim Anlocken von ausländischem Kapital überwinden.
Die Investoren möchten konsistente und klare Politik in Bezug auf aus
dem Ausland kommende finanzielle Mittel sehen.
Der geschäftsführende Direktor von Bosch-Ukraine, Ludek Schmida,
äusserte sich hinsichtlich der Voraussetzungen für ausländische
Investitionen so: "Es ist wichtig, dass die allgemeinen politischen
und wirtschaftlichen Bedingungen, als auch die gesetzlichen
Grundlagen über einen langen Zeitraum hinweg stabil und berechenbar
sind."
Eine der Hauptherausforderungen auf dem Weg zur Steigerung des
ausländischen Kapitalzustroms stellt die Kontroverse zwischen der
Notwendigkeit des Schaffens von Ordnung in der Wirtschaft und dem
Anheben des Niveaus der sozialen Sicherheit einerseits sowie der
Notwendigkeit zur Einführung liberaler Marktpraktiken und einer
langfristig investitionsfreundlichen Politik als Anreiz für Kapital
andererseits dar.
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Originaltext: cfc Consulting
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Quelle: news aktuell